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Zitterpartie(n) um das DM-Ticket: Nord-Ostdeutsche Meisterschaft der wU18

Nach souveränem Gewinn der Ostdeutschen Meisterschaft ging die wU18 der Zehlendorfer Wespen krankheitsgeschwächt in die Nord-Ostdeutsche Meisterschaft. Nichtsdestotrotz eröffneten die wU18 mit Spielanspruch die Gruppenphase - im ersten Spiel trafen die Berlinerinnen auf die wU18 von Eintracht Braunschweig. Aber es sollte rund zehn Minuten dauern, bis die Wespen einen ersten Torabschluss gegen griffige Braunschweigerinnen verbuchen konnten. Kurz vor der Halbzeit waren es dann die Gäste, die mit der ersten gefährlichen Kreisszene 1:0 in Führung gehen konnten - und kurz darauf auch noch hätten nachlegen können. In der zweiten Halbzeit erhöhten die Wespen die Schlagzahl und glichen in der 22. Minute mit einer Kurzen Ecke durch Lena Keller aus. Aber Eintracht legte schnell nach, so dass die Wespen noch knapp fünf Minuten hatten, um das Spiel zu drehen. Und das taten sie: Kurz vor Schluss gleicht Uma Käding zum 2:2 aus; per Kurzer Ecke kann Lena Keller zum Schlussstand von 3:2 erhöhen, wobei Braunschweig noch eine Schlussecke zugesprochen bekommt, die aber die Verteidigung rund um Torfrau Johanna Balks zu entschärfen weiß.

 

Im zweiten Gruppenspiel mussten die Wespen gegen den Club an der Alster ran, die mit starkem Pressing sofort Druck machten und nach sechseinhalb Minuten das Führungstor erzielten. Mehrmals waren nun die Wespen-Verteidigung und Johanna Balks gefordert. Durch eine schöne Doppelpass-Kombination von Friederike Seifert und Lena Keller findet der Ball von Friedi dann aber gen Ende der 1. Halbzeit das Tor. 1:1. Zu Beginn der zweiten Halbzeit gelingt es Alster auch in doppelter Unterzahl das Ergebnis zu halten, aber kaum ist Alster wieder komplett, erhöht Lena Keller nach einem schönen Lauf und schnellen Pass von Mia Montag auf 2:1. Auch dieses Spiel konnten die Wespen drehen - am Ende steht es nach einem Solo von Lena Keller 3:1.

 

Das letzte Gruppenspiel gegen den TuS Lichterfelde verlief wie auch schon die Begegnung der beiden Teams im Rahmen der Ostdeutschen Meisterschaft. Die Wespen ließen kaum gegnerische Kreisaktionen zu und erarbeiten sich viele aussichtsreiche Chancen; nach sieben Spielminuten fällt das 1:0 nach Lauf von Mia Montag mit Ableger auf Lena Keller. Durch eine Kurze Ecke in der 21. Minute erhöhen die Wespen auf den 2:0-Endstand. Die Gruppenphase hatten man also mehr oder weniger effizient gemeistert, aber es war ein kräftezehrender Tag.

 

Im Halbfinale ging es gegen die wU18 des Berliner HC, einem Team, gegen das die Wespen in der Ostdeutschen Meisterschaft noch deutlich gewonnen hatten. Doch Kräftemangel und Nervosität bescherten einen anderen Spielverlauf. Der Berliner HC war von Anfang an mit energischem Pressing im Spiel und ging durch eine Wiederholungsecke nach vier Minuten mit 1:0 in Führung. Die Wespen konnten - mit einer Kurzen Ecken durch Friederike Seifert - nachlegen. Das Spiel war wieder offen. Und hektisch. Vier Minuten vor der Pause kann der BHC zum Halbzeitstand von 2:1 erhöhen und die Wespen laufen dem Spiel zunächst wieder hinterher. Vier Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt, als Uma Käding zum 2:2 ausgleichen kann. Mit noch elf Minuten auf der Uhr schien jetzt wieder alles möglich. Aus einer ganzen Batterie von Kurzen Ecken in der Mitte der Halbzeit resultierte allerdings kein Führungstreffer; anstelle dessen erhöhen die Gegnerinnen auf 3:2. Bis zur letzten Spielminute müssen die Wespen-Fans warten, bis Friederike Seifert per Nachschuss den Ausgleich erzielte. Im sich anschließenden Penalty-Shootout behielten die Schützinnen des Berliner HC die Nerven - und die Wespen mussten in die Zitterpartie um den begehrten dritten Platz.

 

Gegner im Spiel um Platz 3 war der amtierende Feldmeister, die wU18 vom Harvestehuder THC, die im Shootout im Halbfinale dem Club an der Alster unterlegen waren. Die Partie lieferte, was alle erwartet hatten: einen packenden und offenen Schlagaustausch auf sehr hohem Niveau. Die Wespen gingen hochkonzentriert in die Partie und bündelten noch einmal alle Kräfte gegen die schnellen und konterstarken Hanseatinnen. Zur Halbzeit steht es 0:0. Dreißig Sekunden nach der Pause kann Friederike Seifert nach einer sehenswerten Ball-Eroberung einnetzen - es steht 1:0! Das Spiel bleibt allerdings hoch spannend und HTHC erhöhte zunehmend den Druck, dem aber die Wespen gut standhalten. Erst zwei Minuten vor Schluss fällt ein weiteres Tor: Das 2:0 der Wespen durch eine Kurze Ecke von Lena Keller. Das DM-Ticket war gelöst!

 

Als Ausrichter der Nord-Ostdeutschen Meisterschaften war ein wenig Arbeit hinter den Kulissen zu erledigen. An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an die vielen Eltern, die sich eingebracht haben. Darüber möchten wir uns herzlich bei unserem Physio Alex Dürr bedanken sowie dem permanent Trainingspläne revidierenden Flo Baake. Und ein Riesen-Dank geht an Sebastian Bittins, der zwei Tage lang heldenhaft die Streaming-Regie übernommen hat.

 

Wir gratulieren dem Club an der Alster und dem Berliner HC zum ersten und zweiten Platz und freuen uns auf nunmehr auf ein Wiedersehen an diesem Wochenende bei der Endrunde der Deutschen Meisterschaft in München. Die Links zum Livestream finden sich im Newsletter der Wespen bzw. den Sonderseiten zur Endrunde des Deutschen Hockey Bunds.

https://magazin.hockey.de/jugend/deutsche-meisterschaft/jugend-dm-halle-2024/weibliche-u18