Der Finaltag der German Open hielt einige Überraschungen bereit. Alle Spiele wurden, wie gestern Abend, in der Tennishalle des BTTC Grün-Weiß e.V. ausgetragen.

Das erste Spiel des heutigen Tages sollte eigentlich gestern ausgetragen werden. Doch nach Absprache mit den Athletinnen fand das zweite Halbfinale heute Morgen statt. Die Japanerin Yui Kamiji hatte ordentlich zu kämpfen, um dann über drei Sätze das Match für sich zu entscheiden. „Die Südafrikanerin Montjane Kgothatso hat mich richtig gefordert, ich bin jetzt müde.“ Keine zwei Stunden später musste Sie dann das Damenfinale gegen Lokalmatadorin Katharina Krüger bestreiten. Krüger zeigte sich vor dem Spiel gut gelaunt, ja förmlich entspannt. Das konnte Sie leider nicht mit ins Spiel nehmen. Die Weltranglistenerste Kimiji triumphierte auf der ganzen Linie in 6:0 6:1 und zeigte Krüger, warum sie zu Recht die Nummer eins ist.
Maikel Scheffers hatte mit dem Japaner Takeshi Sanada einen knallharten Konkurrenten um den Sieg im Herren Einzel. Nach einem 6:3 7:5 feierte das Publikum einen neuen Sieger. Japan kann feiernd die Reise zum nächsten Turnier nach Belgien antreten.

Im Quad Einzel gab es ein Generationen Duell. David Wagner (USA) fand in dem jungen Niederländer Sam Schröder einen grandios aufspielenden Gegner, mit dem in den nächsten Jahren zu rechnen ist. Der 18jährige drehte ordentlich auf und spielte über sich hinaus. Den 27 Jahre älteren Wagner brachte das aber nicht aus der Ruhe, dass er über 3 Sätze spielen musste. Die Erfahrung siegte in diesem Fall mit 6:3 2:6 6:2. Beiden blieb ebenfalls nicht lange Zeit zum Verschnaufen, da das Quad Doppelfinale mit ihnen noch auf dem Plan stand. Das amerikanische Duo David Wagner/ Bryan Barten schlug gegen Heath Davidson (AUS)/ Sam Schröder (NED) auf. Wagner merkte man im ersten Satz deutlich das Einzel an, die Spritzigkeit fehlte. Davidson und Schröder zeigten abermals großes Tennis. Sie gewannen den ersten Satz 7:6. Dann häuften sich aber die Fehler, was gewohnt lautstarke Emotionen bei dem Australier Davidson hervorrief. Schröder war dagegen eher der Ruhepol. Wagner/Barten drehten im zweiten Satz den Spieß und kämpften sich stetig ran. Mit einem Match-Tiebreak gelang Wagner an der Seite von Barten der Sieg und somit der Doppeltriumph des Turniers.

Das Heimpublikum durfte im Schlussmatch des Turniers den Deutschen Steffen Sommerfeld an der Seite seines Doppelpartners Eliphas Maripa anfeuern. Beide fanden leider nicht ins Spiel gegen das holländische Duo Maikel Scheffers/ Ruben Spaargaren. Mit 6:4 und 6:1 war es eine klare Angelegenheit. Scheffers konnte sich somit dann doch noch einen „Bärenpokal“ sichern. Steffen Sommerfeld war hauptsächlich glücklich über seinen Gesundheitszustand, das er in der Lage war schmerzfrei zu spielen. „Mit meinem Doppelpartner und Freund Eliphas hat es einfach nur Spaß gemacht zu spielen. Durch den Belagwechsel, wurde das Spiel sehr schnell und wir hatten heute einfach das Nachsehen.“, so Sommerfeld nach der Siegerehrung. Maikel Scheffers Kommentar nach dem siegreichen Spiel „Wir hatten einfach eine tolle Woche als Nationalteam. Im Finale kann ich behaupten, dass wir die gesamte Zeit überlegen waren, ohne das es überheblich klingen soll!“

Pressemitteilung German Open Tag 4, Yvonne Glöde
Fotos: Claudio Gärtner

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