Am vergangenen Wochenende reisten neun B-Mädchen der Zehlendorfer Wespen nach Mainz, um sich dort im Rahmen des Erich Schott-Pokals (für MB) auf die Hallensaison vorzubereiten. Nach frühem Aufstehen und längerer Bahnfahrt ging es im Auftaktspiel gegen die Mädchen des Kahlenberger HTC, die druckvoll und gut kombinierend von Anfang an das Spiel dominierten und unseren Mädchen kurz in Erinnerung riefen, wie Hallenhockey eigentlich so funktioniert – aufgrund der Herbstferien gingen unsere Mädchen natürlich auch mit wenig (oder gar keinem) Hallentraining in das Turnier. Vor allem in der ersten Halbzeit wusste unsere wache Torhüterin Schlimmeres zu verhindern (0:1), aber in der zweiten Halbzeit brach das Team dann endgültig zusammen und ging mit einem ernüchternden 0:5 vom Platz.

Coach Jan Steller traf in der Nachbesprechung aber offensichtlich die richtige Tonlage und zauberte für das zweite Spiel (gegen den Gastgeber) quasi eine komplett neue Mannschaft aus dem Hut: die Mädchen waren von Anfang an wacher, spielten schneller, genauer und druckvoller als im ersten Spiel und konnten mit 1:0 gewinnen. Der Trend setze sich im dritten Spiel gegen RW Köln fort (3:0), wenngleich sich jetzt auch die Müdigkeit ein wenig bemerkbar machte. Nach Abendessen und ein wenig Feldhockey bei sehr gastfreundlichen und engagierten Mainzern ging es dann schließlich mit der Perspektive auf’s Halbfinale ins Hotel und (später dann auch irgendwann) ins Bett.

Im Halbfinale trafen die Wespen am Sonntag zunächst auf das erstplatzierte Team der anderen Gruppe (Hanau). Die Wespen hatten klar den besseren Start (1:0 nach 8 Sek.), blieben für den Rest des Spiels das dominierende Team und gewannen mit 4:0. Im Finale ging es dann erneut gegen die schon bekannten Kahlenberger Mädchen, die sich im Halbfinale gegen Uhlenhorst Mühlheim durchsetzen konnten. Diesmal hatten die Wespen aufgrund eines schnellen Gegentreffers erst einmal das Nachsehen und scheiterten wieder und wieder an der gut funktionierenden Kahlenberger Raumdeckung. Schnell fiel noch ein weiteres Gegentor, bevor die Wespen vor der Halbzeitpause noch aus einer Ecke doch noch den Anschluss erzielen konnten. In der zweiten Halbzeit gelang es den Mädchen sehr viel besser, die taktische Vorgabe umzusetzen, kämpften sich als Team wieder zurück ins Spiel und konnten schließlich ausgleichen. Ein ärgerliches Gegentor drei Minuten vor Schluss (KE) zwang die Mädchen, noch einmal, alles zu geben, aber leider fehlte das Quentchen Glück, aber eben auch ein wenig die Konzentration und “Abgebrühtheit”. Schließlich verlieren die Wespen das Finale mit 2:4 und belegen einen sehr respektablen zweiten Platz, der vor allem auch die tolle Entwicklung über das Turnier hinweg unterstreicht: das macht Lust auf mehr MB-Hallenhockey!!

Wolfram R. Keller/LK

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