Der erste Tag der German Open Wheelchair Tennis Tour bot spannende Spiele bei heißen Temperaturen.
Die Einzelkategorie der Damen ist das Beste, was in den letzten Jahren in Berlin am Start war. Mit den 7 Spielerinnen der Top 20 der Welt, wird es sehr schwer werden für die Vorjahressiegerin und Lokalmatadorin Katharina Krüger, wieder zu triumphieren. Daher ist Sie auch nur an Nummer 4 gesetzt. Sie und Ihre Nationalmannschaftskollegin, Sabine Ellerbrock werden morgen zum ersten Mal spielen, da beide über ein Freilos in die zweite Runde gekommen sind.
Kurios war die Anreise von der US-Amerikanerin Dana Mathewson. Ihre gesamten Gepäckstücke waren nach der Ankunft in Berlin nicht mehr auffindbar. Zwei Taschen sind in der Nacht geliefert worden, doch die wichtigste Tasche mit der gesamten Kleidung ist bis jetzt spurlos verschwunden. Sichtlich enttäuscht von der mangelnden Hilfe der Fluggesellschaft, wird Sie morgen ins Turnier starten.
Ein ähnlich starkes Feld wie bei den Damen, ist beim Herren Einzel vorzufinden. Zu den Favoriten zählen der Niederländer Maikel Scheffers sowie die beiden Japaner Takuya Miki und Takashi Sanada . Alle sind mühelos in die zweite Runde eingezogen. Aus deutscher Sicht überzeugten Sven Hiller und Anthony Dittmar. Beide treffen morgen in Ihren Zweitrunden Match auf starke Gegner. Hiller spielt gegen den Südafrikaner Evans Maripa. Dittmar muss mal wieder gegen den Polen Kamil Fabisiak auf den Court. Vor einigen Wochen hatte er gegen den sehr erfahrenen Spieler noch das Nachsehen.
Einen wahren Krimi bot Lokalmatatdor Steffen Sommerfeld den anwesenden Zuschauern. In drei Sätzen (6:4 2:6 7:6 (5)) zog er gegen den Niederländer Ricky Molier in die zweite Runde ein. Viele lange Ballwechsel prägten das Spiel. Sommerfeld nach dem Match „Ich war mental sehr gut im ersten Satz, nachdem ich 1:4 hinten lag und den Satz dann doch noch gewinnen konnte. Im zweiten Satz habe ich dann etwas nachgelassen, gegen den ehemaligen Weltranglistenersten. Ich war froh, dass ich im dritten Satz die Matchbälle genutzt habe. Ich wusste vor dem Spiel, dass ich mein bestes Tennis zeigen musste, um zu gewinnen.“.
Eine Überraschung aus deutscher Sicht bot der Deutsche Maximillian Laudan in der Quad Einzel Kategorie. Er siegte 6:4 6:4 gegen den Amerikaner Greg Hasterok, welcher an Nummer 6 gesetzt ist.

Pressemitteilung German Open Tag 3, Yvonne Glöde
Fotos: Claudio Gärtner

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