Die Feldsaison der 2012er D-Knaben begann gleich mit einer Fülle echter Highlights. Als erstes sei das Engagement von Kerstin Kaspar erwähnt, die für die Jungs nun jeden zweiten Freitag ein Athletiktraining organisiert. Die Jungs haben sichtlich Spaß mit vielen „schnellen Beinen“. Dann das wie immer großartig organisierte 1. Mai-Turnier. Einen ganzen Tag im Wespennest, was gibt es Schöneres?
Was jedoch am ersten Mai-Wochenende folgen sollte, war ein weiteres absolutes Highlight. Der TSV Falkensee lud zum Falkenkükencup. Nicht nur, dass sich die 2012er erstmals auf einem Halbfeld ausprobieren durften, sie spielten auch erstmals mit echtem Torwart. Die Vorfreude war natürlich riesig, doch sollten wir mit den Mannschaften aus Bremen (Club zur Vahr), Delmenhorst, Potsdam und Tschechien mithalten können? Da das Turnier als gemischtes (2011er und 2012er) D-Knaben-Turnier ausgelegt war und wir nicht ganz so viele Spieler zusammen bekommen haben, beschlossen wir uns von den 2011ern mit Carl, Harry und Leo zu verstärken. Eine weitere Premiere!

Bei eisigen Temperaturen ging es am Samstag morgen gleich gegen die Gastgeber aus Falkensee. Vorher jedoch musste ein mutiger Spieler für das Tor gefunden werden. Linus erklärte sich bereit und wurde so gleich von seinen Teamkollegen ordentlich warm geschossen. Dass das nicht mal nötig gewesen wäre, hätten wir ja nicht ahnen können. Im ersten Spiel drückten wir die Falken vom See in ihren eigenen Schusskreis und es war die Stürmerreihe aus Maxi, Clemens und Mats die gleich für die ersten Treffer sorgte. Immer wieder initiierten wir sehenswerte Angriffe über die Außenverteidiger Harry und Julius. Und wenn sich dann doch mal ein Ball in Richtung unserer Spielfeldhälfte verirrte war es Carl, der diese abfing und sogleich den Gegenangriff einleitete. Nach der Hälfte der Spielzeit wechselten wir dann gleich fünf mal, doch das Bild änderte sich überhaupt nicht. Nun waren es Leo, Vincent und Lio, die die Falkenküken quasi nicht mehr aus ihrem Nest ließen. Für die Absicherung und den Druck über außen sorgten Constantin und Liam. Am Ende hieß es verdient 3:0 für die Wespen.

Nach langen und kalten zwei Stunden sollte es dann erstmals in der Geschichte der 2012er gegen ein Team gehen, das nicht aus unserer Region stammte. Den Jungs vom Club zur Vahr erging es jedoch genauso wie vorher schon den Brandenburgern Nachbarn. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Tor der Bremer und mit 2:0 fiel das Ergebnis doch deutlich zu gering aus. Das dachte sich wohl auch das Kampfgericht und wertete das Spiel mit 3:0 für uns. Doch – soviel sei gesagt – es sollte keine Rolle spielen. Das nächste Spiel ging gegen die PSU. Erstmals verirrte sich in diesem Spiel ein Ball in unseren Strafraum. Doch auch nach dem Spiel hieß es verdient 2:0. Bei 8:0 Toren, neun Punkten und zudem keiner einzigen Chance für die Gegner kann man wohl von einer weißen Weste am Tag eins sprechen.

Anders als der Samstag begann der Sonntag mit schönem Sonnenschein und auch die Gegner schienen heute von einem etwas anderem Kaliber. Gegen Delmenhorst mussten wir dann schon unser ganzen können auf den Platz zaubern. Durch eine Heldentat von Liam im Tor und ein wunderbares Solo von Harry hieß es am Ende 1:0. Damit stand schon vor dem letzten Gruppenspiel fest: Fiiiinale, oho!

Das letzte Gruppenspiel ging dann gegen die Jungs von Mnichovice aus Tschechien. Drückend überlegen spielten wir auch hier unser Können aus und es war Liam, der mit einem schönen Schuss den Torwart überwinden konnte. Erneut 1:0 und ungeschlagen ins Finale.

Dort kam dann was kommen musste. Noch nicht ganz wach rollte der Ball irgendwie durch unseren Strafraum ins Tor. Es stand früh 0:1. Es folgten viele wütende Angriffe der Wespen und fast auch der Ausgleich, der jedoch aufgrund eines Fußspiels nicht gezählt wurde. Selbst das Chancenverhältnis von 10:1 half nichts, das Tor wollte einfach nicht fallen. Am Ende blieb ein 0:1.

Doch die Jungs waren keineswegs enttäuscht sondern hoben schon bald stolz den Pokal in die Luft und freuten sich über die so herausragende Leistung an diesem Wochenende. Es hat Spaß gemacht!

Jan Pörksen

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