Das Doppelwochenende der 1. Hockeydamen der Zehlendorfer Wespen hatte eigentlich gut angefangen. In der samstäglichen Heimpartie gegen die Damen des TC Blau-Weiss erwischten die Wespendamen einen guten Start und belohnten sich nach fünf Spielminuten durch eine von Thekla Schlawin geschossene Strafecke mit der Führung. Zwei Minuten später allerdings nahm das Wochenende eine anderen Verlauf: aus einer aussichtslosen Situation heraus versuchte eine Blau-Weiss-Spielerin dennoch das Tor zu treffen und verletzte Innenverteidigerin Emily Gesch aus einem halben Meter Entfernung schwer am Kopf. Unsere Damen mussten jetzt nicht nur die Abwesenheit ihrer Capitana verschmerzen, sondern darüber hinaus auch Bilder der Verletzung aus den Köpfen bekommen. Und dem Team - insbesondere die jungen Spielerinnen: Clara Mager bei ihrem allerersten Bundesligaeinsatz und Verteidigerin Philippa Wulf - gebührt großer Respekt dafür, wie sie diese Aufgabe lösten. Blau-Weiss hatte zwar nun mehr Spielanteile, aber die Wespen-Defence hielt. Inmitten des dritten Viertels schoss Blau-Weiss aus dem Spiel heraus den Ausgleich und profitierte dann zunehmend von der kräfteraubenden Verteidigungsarbeit der Wespen, so dass letztere sechs Minuten vor Schluss in Rückstand gerieten. Unsere Damen erhöhten nun die Schlagzahl und konnten kurz vor Ende der Partie durch ein Tor von Philippa Wulf den 2:2-Endstand absichern.
In der sonntäglichen Auswärtspartie, dem vorgezogenen Rückspiel gegen die Damen des Berliner SC, war unseren Damen die Belastungen des Vortags dann deutlich anzumerken. Das Hinspiel konnten die Wespen mit 5:3 relativ souverän für sich entscheiden, aber der Berliner SC hatte seinen Hausaufgaben gemacht und taktisch etwas umgestellt. Nach einem torloses ersten Viertel auf Augenhöhe, eröffnete Mara Emig das Tore-Schießen und brachte die Wespen 1:0 in Führung. Der BSC glich postwendend per Strafecke aus und erhöhte innerhalb nur weniger Minuten um zwei Zähler. Doch durch einen den Wespen zugesprochenen Siebenmeter konnte Thekla Schlawin vor der Pause noch auf 2:3 verkürzen. Gleich zu Beginn der zweiten Spielhälfte vergrößerte sich der Abstand durch ein weiteres BSC-Tor. Die Wespen mühten sich emsig, um schnell Zählbares auf die Platte zu bekommen. Zwar konnte Thekla Schlawin erneut verkürzen, aber am Ende fehlte die Energie und der nötige Mut - es blieb für die Wespendamen am Ende bei einer 3:4-Niederlage.
Unsere 1. Herren hatten nur ein Match am zurückliegenden Wochenende zu bewältigen. Und dies hatte es zunächst in sich. Die Gäste von Blau-Weiss gingen von Anfang mit Manndeckung in das Spiel und stellten die Wespenherren damit vor eine Aufgabe. Zwar gingen die Wespenherren mit einem frühen Doppelschlag durch John Dammertz und Steffen von Karstedt mit 2:0 in Führung. Aber ebenso schnell glich Blau-Weiss in den folgenden zwei Minuten mit zwei Toren wieder aus. Es folgten zehn torlose Minuten, bis John Dammertz kurz vor der Viertelpause zur 3:2 Führung einnetzte, die bis zur Halbzeitpause halten sollte. Nach der Pause stellte Blau-Weiss großteils auf Raumdeckung um, aber auch in diesem Viertel blieb es bei einem Tor - erneut von John Dammertz -, wobei allerdings die Wespen nun deutlich mehr Spielanteile hatte, die sich im letzten Viertel zu einem Chancen- und Torplus verdichten sollten. Blau-Weiss machte im letzten Viertel den Auftakt und konnte vom Spielstand her noch einmal auf Null stellen, aber die Wespen spielten diszipliniert weiter und erhöhten innert nur weniger Minuten durch Tore von John Dammertz (3), Paul Philipp (2), Aaron Posdziech und Mika Böttger - teilweise gegen ohne Torwart spielende Gegner - auf den 11:3 Endstand.
Am kommenden Wochenende spielen beide Teams samstags auswärts gegen TuS Lichterfelde - die Herren um 15:00 Uhr , die Damen um 17:00 Uhr (Livestreams finden sich hier). Am Sonntag spielen nur die Herren - auswärts beim Cöthener HC (15:00 Uhr, Livestream).


