Während in Berlin noch die letzten Endrunden der Hallensaison laufen, machte sich unsere U14 bereits auf den Weg zum Feldsaison-Auftakt nach Frankfurt. Das traditionsreiche Wolkenkratzer-Turnier des SC1880 ist jedes Jahr ein Highlight – mit starken Teams wie dem Gastgeber, dem Münchner SC, Uhlenhorst Mülheim, dem Mannheimer HC und natürlich den Wespen ist das Turnier stets exzellent besetzt.
Da unser Headcoach Roger mit den Damen unterwegs war und die beiden neuen Co-Trainer Jan-Luca und Norman an diesem Wochenende verhindert waren, lag die Verantwortung bei unserem Co-Trainer und mehrfachen deutschen Jugendmeister Nils. An dieser Stelle ein großes Dankeschön für Deinen spontanen Einsatz und das tolle Wochenende.
Los ging es am Freitagnachmittag mit der Bahn Richtung Frankfurt. Um die Zeit optimal zu nutzen, wurde direkt aus dem Zug beim Vietnamesen Essen bestellt: Reis und Nudeln mit Hühnchen. Zwar etwas trocken, schadete es der guten Stimmung jedoch nicht. Alles war schnell verputzt und – anders als vor zwei Jahren, als nächtliche McD-Ausflüge auf dem Programm standen – wurde auch die Bettruhe vorbildlich eingehalten. Vielleicht half auch die deutliche Ansprache von Franz, das ein solches Wochenende nur Sinn macht wenn alle voll mitziehen (was wirklich alle auch beherzigten).
Gut ausgeruht ging es am Samstagmorgen ins erste Spiel gegen den Gastgeber. Man merkte unserem Team an, dass es sich nach gut anderthalb Jahren ohne gemeinsames Feldspiel in der Konstellation 2012/2013 zunächst wieder finden musste. Damals hatte die Mannschaft die Ostdeutsche Meisterschaft gewonnen. Verletzungsbedingt fehlten Linus und Caspar S., krankheitsbedingt Julius, und endrundenbedingt standen Vinci und Thore nicht zur Verfügung – also wurde etwas umgebaut. Mats startete neben Maxi in der Innenverteidigung, Henrik über rechts und Neuzugang Bruno (herzlich willkommen!) über links. Johannes komplettierte die Abwehr. Beeindruckend war die defensive Stabilität: Frankfurt kam zu keinem einzigen Kreiseintritt. Dass es „nur“ 3:0 endete, lag vor allem daran, dass unser Offensivspiel und die Chancenauswertung an einigen Stellen noch Luft nach oben hatte.
Im zweiten Spiel gegen Mannheim wurde es anspruchsvoller. Auch hier ließ die Defensive nur zwei Ecken und einen einzigen Kreiseintritt zu – der allerdings zum umstrittenen Gegentor führte. Unser Mittelfeld um die unermüdlichen Vali, Caspar G., Mika und unserem zweiten Neuzugang Viktor zeigte eindrucksvoll, wie man den Ball schnell laufen lässt und den Gegner permanent in Bewegung hält. Das 1:1 war zwar etwas unglücklich, zeigte aber klar, wo noch Optimierungsbedarf bestand.
Dieser wurde im dritten Spiel des Tages, nach fünf Stunden Pause (!!!), direkt angegangen. Die Offensive um Fabi, Noah, Leo, Theo, Leopold und Caspar v. J. erspielte sich im Minutentakt Chancen. Das hochverdiente 5:0 war die logische Folge. Da die vorgesehenen Burger am Abend aus logistischen Gründen nicht verfügbar waren, mussten die Betreuer improvisieren. Die Uhr zeigte bereits 21:30 Uhr und am nächsten Morgen ging es früh weiter – also gab es ausnahmsweise und als Belohnung für den starken Tag einen Besuch beim gelben M.
Dass dies nicht schadete, zeigte sich am Sonntagmorgen im letzten Spiel gegen München. Inzwischen war klar: Das Turnier würde im Fernduell mit Mannheim über das Torverhältnis entschieden. Und was passiert, wenn man unsere Offensive „von der Leine lässt“, bekam München eindrucksvoll zu spüren. Peter war nahezu beschäftigungslos und wir spielten fast durchgehend im Münchner Viertel. Das 10:1 war hochverdient. Die Münchner waren bedient und den Mannheimern fehlten am Ende im Fernduell drei Tore, sodass wir den Wolkenkratzer-Cup mit nach Berlin nehmen konnten.
Ein großartiges Wochenende, das Lust auf mehr macht. Weiter geht es schon in drei Wochen in Düsseldorf...
PS: Ein großes Dankeschön geht an Britt für die perfekte Orga und an Franz für die ebenso perfekte Betreuung der Jungs!